Irrungen und Wirrungen

Beim Lesen fragte ich mich immer wieder: Soll das das Werk des Mannes sein, der in den achtziger Jahren den Cyberspace entwarf? Mit diesen Zukunftsvisionen hat William Gibson eindeutig nicht mehr viel zu tun. Nicht aufgrund der Tatsache, dass seine Romane inzwischen in der Gegenwart spielen, sondern aufgrund der Tatsache, dass Gibson zu einer eigenwilligen Ausgestaltung seines Romanes neigt. Sein Konzept für Systemneustart lautete wohl: Inhaltliche Verworrenheit. Egal wann. Egal wie. Egal wo. Am Besten ständig.

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„Der Kommunismus der Dinge“

Auf taz.de ist ein längerer Artikel zu Systemneustart erschienen, zwar mit einem merkwürdigen Titel aber mit interessantem Inhalt. Ein Auszug findet sich unter Stimmen, der volle Text hier.

Gibson zeigt Stil

Die gemeine Bevölkerung trägt Schildpatt. Brillengestelle aus dem Material eines Schildkrötenpanzers, die Farbkombination ähnlich der eines getigerten Katers. Daneben Nadelstreifenanzüge, T-Shirts mit diversen Aufdrucken und Tweedstoffe. Gibsons Romanpersonal entwickelt sich dabei vor dem inneren Auge als ein phantastisches Figurengebilde – zusammengewürfelt aus verschiedensten Stilen, von schwarzer Motorrad- oder Gothic-Kluft, über laubgrüne Militärhosen bis zu Bigends einmaligem, radioaktiv aussehendem Anzug in elektrisierendem Blau.

William Gibson hat in seinem neuen Roman ‚Systemneustart’ eine (modische) Welt geschaffen, die sich auf den ersten Blick nicht sonderlich von der unsrigen unterscheidet. Mehr von diesem Beitrag lesen

Gibson und das Militär

Eine ehemalige Sängerin einer Rockband und ein Ex-Junkie begeben sich auf die Suche nach der Geheimmarke Gabriel Hounds, hinter der sich mehr verbirgt als zuvor angenommen wurde. Immer wieder wird dabei das Militär und dessen Einflüsse in das Blickfeld des Lesers gerückt. So ist nicht nur die männliche Straßenkleidung vom Militär bzw. dessen Design geprägt, sondern auch einzelne Charaktere, die in ihrer Vergangenheit eine Verbindung zum Wehrdienst aufweisen. Mehr von diesem Beitrag lesen

Was soll das?

Den Geboten der Höflichkeit folgend, beginne ich nicht sofort mit dem Kritisieren, sondern stelle lieber heraus, was Gibson in meinen Augen am besten gelungen ist: der Anfang – das Schrecklichste ist das Beste. Konfusion, Personengewirr, Fach- und Markenbegriffe aus der Gegenwarts-Zukunft, dieses beständige what-the-hell-is Mehr von diesem Beitrag lesen

Systemneustart und Zero History?

Ich gebe zu: Ich konnte nicht warten. Nicht, weil ich ein Fan von William Gibson wäre und brennend die Veröffentlichung seines neuen Buches erwarten würde. Vielmehr schien die Aussicht nicht gerade verlockend, als Vorbereitung für dieses Blog-Projekt die 480 Seiten des vorab zu erhaltenden Leseexemplars innerhalb von nur zehn Tagen vor Projektstart zu verinnerlichen. Also machte ich mich auf die Suche nach der englischen Ausgabe von Systemneustart, die ja schon erschienen sein musste. Mehr von diesem Beitrag lesen