Der Schlüssel zu Systemneustart

„Gibson lesen heisst, unsere Gegenwart als bereits eingetretene Zukunft zu begreifen.“ (New York Times) – Bullshit.

Wie vielerorts schon anklang heißt Gibson lesen, scheinbar gar nichts zu begreifen.
Er stellt uns vor ein Kuriosum, das sich vielleicht nur mit Milgrims  Irritation in der Gay Dolphin Gift Cove vergleichen lässt. Es ist bunt, es ist grell und blickt man hinter die Leuchtreklame ist es doch nur 08/15? Mehr von diesem Beitrag lesen

Liebe am Rande

Die Idee, einen Blogeintrag über die Liebesgeschichte in William Gibsons „Systemneustart“ zu schreiben, kam, als ich mir einige Kommentare auf dem Blog durchlas. So schrieb „Elenakoe“ unter den Eintrag „Was soll das“ Folgendes: „[…] Dafür, dass Gibsons Roman groß als Wirtschafts-Thriller angekündigt wurde, sind die Spannungsbögen ziemlich flach, was sich zum Ende sogar verschlimmert. Und Sätze wie „und [sie] küsste ihn noch ein wenig mehr, bis sie gleichzeitig lachten und weinten, und dann führte eins zum anderen“ (S. 438), toppen selbst die Twilight-Romantik.“. Doch was stellt die Liebe in Gibsons neuem Werk dar und vor allem: wie setzt er sie um? Mehr von diesem Beitrag lesen

Bigend: Big Boss oder Riesen-Baby?

Er ist eine Naturgewalt: unausweichlich und unberechenbar. Er ist der Strippenzieher im Hintergrund. Er ist der Big Boss und Herr über das Geschehen. Er ist Hubertus Bigend. Mehr von diesem Beitrag lesen

Wir sind schlimme Schurken, trinkt aus Piraten Yo Ho!

Als ein Mensch, der gerne Filme sieht und Bücher liest, fällt mir auf, wie viele Gemeinsamkeiten der allseits bekannte Film „Fluch der Karibik – Der Fluch der Black Pearl“ mit unserem Systemneustart hat. Ist das nicht ein bisschen weit hergeholt? Um auf diese Frage eine Antwort zu finden gibt es nur eine Möglichkeit: Raus aus diesen unsicheren Gewässern, Leinen los und hisst die Segel, Männer! Mehr von diesem Beitrag lesen

William Gibson in China

Wenn Sie in einer großen Stadt in China durch die Straßen laufen und Passanten fragen würden, ob sie William Gibson kennen, wären Sie wahrscheinlich enttäuscht von den Antworten. Denn William Gibson hat bei weitem noch nicht die Popularität von Autoren wie Jules Verne oder J.K. Rowling erlangt. Jedoch sind die abgeleiteten Terminologien seines berühmtesten Romans Neuromancer, wie etwa „Matrix“ oder „Cyberspace“, besonders der Generation der 70/80er Jahre gar nicht so fremd. Mehr von diesem Beitrag lesen

Bigend, die Bisamratte

Gibson scheint ein Herz für Tiere zu haben, so tauchen vermehrt Vierbeiner, wie ein (ausgestopftes) Frettchen im Fahrstuhl, ein Pinguin als Drohne, der gute alte Laubfrosch und blaue Ameisen auf. Doch auf ein Tier möcht ich ein ganz besonderes Augenmerk richten: Bigend, die Bisamratte – wenn es nach Heidis und Hollis These geht. Diese sind der Meinung, dass die französische Übersetzung für Bigend „Bisamratte“ bedeutet und ein Beweis für seine Vorliebe sein könnte. Die richtige französische Bezeichnung für die Bisamratte ist zwar eine andere, nämlich „rat musqué“ oder „ondatra“, jedoch spielt dies keine  Rolle, so oder so lässt sich gut mit diesem Tierchen arbeiten, denn: Mehr von diesem Beitrag lesen

„Soldaten in Mode-Nöten“

Der freie Journalist Oskar Piegsa hat für Spiegel-Online einen kurzen Text über William Gibsons Systemneustart geschrieben. Mit spezifischem Blickwinkel hat er das Buch scharf kommentiert. Die Rezension erschien am 08.06.2011. Ein Auszug findet sich unter Stimmen. Den Volltext finden Sie hier.